Studienfächer

Die Ausbildung in den Studienfächern geht am Oberstufen-Kolleg in ihren inhaltlichen und methodischen Bezügen auf Wissenschaft über die Leistungskurse der Regeloberstufe hinaus.
Ziel ist eine fachliche Spezialisierung, die erste Erfahrungen mit wissenschaftlichem Arbeiten ermöglichen und so auf das Hochschulstudium vorbereiten soll. Kollegiat:innen können aus der außergewöhnlich breiten Palette von Studienfächern zwei Fächer auswählen.
Die Ausbildungs- und Prüfungsordnung des Oberstufen-Kollegs muss aus rechtlichen Gründen die Kombinationsmöglichkeiten jedoch einschränken.

Aufgabenfeld I

Schiene 1

Nicht kombinierbar mit: Biologie; Physik; Chemie
STUDIENFACH KÜNSTE


Das Studienfach Künste am Oberstufen-Kolleg bietet zu gleichen Teilen an:

  • Kunstpraxis (Zeichnung/ Malerei/ Fotografie/ Objektkunst/ Bildhauerei/ Architektur)
  • Kunstgeschichte und Kunsttheorie
 
Die Eingangsphase beginnt anhand des Themas „Porträt“ mit einer fundierten Einführung in die Ausbildungsbereiche des Studienfaches Kunst am Oberstufen-Kolleg: Zeichnung, Malerei, Fotografie, Kunstgeschichte, etc..
 
Im 2. Semester folgt der Foto-Kurs, der gleichermaßen Foto-Praxis und Foto- und Medien-Theorie beinhaltet.
Während der Hauptphase (3.- 6. Sem.) werden im Studienfach Kunst folgende Schwerpunkte gesetzt, die sich in Theorie und Praxis ergänzen:
 
Inhalte bzw. künstlerische Schwerpunkte:
  • Selbstportrait (Bleistiftzeichnung) und Ton-Portrait
  • Zeichnung/ Malerei: Stillleben und Landschaft
  • Raum und Mensch in Kunstgeschichte und Kunstpraxis (Architektur, Skulptur / Plastik, Malerei, Digitale Medien)
  • Tendenzen der Moderne (nach Vorgaben des Zentralabiturs) sowie der zeitgenössischen Kunst und des Designs
 
Kunstwissenschaftliche Methoden: 
  • Beschreibung von Kunstwerken und Analyse ihrer Gestaltung als Basis einer Interpretation
  • Skizzen zum Bildaufbau, zur Farbe und zum Raum etc. (Architektur, Skulptur/ Plastik, Malerei, Digitale Medien)
  • Lektüre von kunstwissenschaftlichen Texten und Quellen (z. B. Walter Benjamin, u. a.)
Die inhaltlich aktuellen Schwerpunkt-Vorgaben der schriftlichen Zentralen Abiturprüfung des Schulministeriums NRW im Fach Kunst können hier eingesehen werden.
Es wird empfohlen, während der Qualifikationsphase ein Praktikum im künstlerischen oder gestalterischen Bereich zu absolvieren.
 
Hinweis zum Bewerbungsverfahren:
Wir erwarten von den Bewerber:innen Interesse an künstlerischer Praxis, an sprachlicher Auseinandersetzung mit historischer sowie zeitgenössischer Kunst und auch die Bereitschaft zu höherem Arbeitsaufwand.
 
Es ist in Erweiterung zu anderen Bewerbungsvorgaben erforderlich, zum Bewerbungsgespräch eine Mappe mit 5 bis 10 kunstpraktischen Arbeiten mitzubringen. Die Arbeiten sollten deutliches Interesse an eigenständiger künstlerischer Auseinandersetzung zeigen. Sie sollten auch die Fähigkeit zu naturalistischer zeichnerischer oder malerischer Darstellung von Gegenständen, Menschen, Tieren, Pflanzen oder Landschaft erkennen lassen. Größere oder plastische Werke können auch als Fotos präsentiert werden. Wir haben zur Zeit nicht die Möglichkeit, im Gespräch Filme oder digitale Arbeiten anzusehen.
 

Wir vertreten das Fach KÜNSTE:
Titus Gräsel, Gereon Inger, Dr. Gerlinde Volland.

Nicht kombinierbar mit: Biologie; Physik; Chemie

STUDIENFACH MUSIK

Beschäftigung mit Musik, zu Studium und Berufstätigkeit in diesem Bereich. Es gibt aber zwei wichtige Voraussetzungen:

  • die Entscheidung, Musik zu einem wirklichen Mittelpunkt des Lernens zu machen,
  • die Eignung. Nicht kombinierbar mit: Biologie; Physik; Chemie. 

Ob diese Voraussetzungen gegeben sind, ist nicht leicht festzustellen. Sie sind aber wahrscheinlich vorhanden, wenn jemand seit einiger Zeit ein Instrument spielt, regelmäßig übt und entsprechend gut vorspielen kann und gerne und richtig singt. Dies – ein Vorspiel auf einem Instrument und eine Gehörprüfung– wird im Bewerbungsgespräch erwartet; das Vorspiel kann als „Produkt“ gelten.

In den Musik-Kursen lernt man zunächst vor allem die Grundlagen der Musiklehre (Tonarten, Rhythmik) und die Grundlagen der Harmonielehre, dazu Notation. Dies erfolgt durch praktische Übungen, bei denen eigenes Erfinden von Musik, auch Improvisation, auf der Grundlage von theoretischen Kenntnissen geübt wird und zu deren Erweiterung führt. Es folgt eine ausführliche Beschäftigung mit Stationen der Musikgeschichte. Dazu gehört auch das Lesen musikwissenschaftlicher Texte. Das verstehende Hören von Musik wird gelernt zusammen mit den Grundlagen musikalischer Analyse und eigenen Gestaltungsversuchen in historischen Stilen.


Das Kennenlernen von Partituren führt zu der Aufgabe, notierte Musik für andere Besetzungen zu bearbeiten, wobei Kreativität gefragt ist. Schließlich rückt auch eine mögliche berufliche Praxis in den Blickpunkt; die Beschäftigung mit dem Musikleben und mit der Musik des 20. Jh. soll zur Orientierung über die eigenen Wünsche und mögliche Tätigkeitsfelder verhelfen.

Man bekommt einmal in der Woche Einzelunterricht an einem Instrument und kann oft, muß aber dreimal öffentlich vorspielen.

Auch wer Musik nicht als Studienfach wählt, kann im fächerübergreifenden Unterricht an musikalischen Kursen und Projekten teilnehmen. Es gibt weitere Kurse mit wechselnden Themen: über nicht-europäische Musik, über die Verflechtungen von Musik und Gesellschaft, die Wirkung von Musik auf unsere Psyche, Musik und Computer usw. .…


Wir vertreten das Fach MUSIK:

(Aktuelle Lehrende)

 

Schiene 2

STUDIENFACH DEUTSCH 

Wie die anderen Fächer am Oberstufen-Kolleg entwickelt das Studienfach Deutsch sein eigenes Profil durch die Gesamtkonzeption des Kursangebots, durch die Organisation des Unterrichts und durch die Arbeitsmethoden. Das Studienfach Deutsch am Oberstufen-Kolleg umfasst die Bereiche Literaturwissenschaft und Sprachwissenschaft.

Literaturwissenschaft:

Wer Deutsch studiert, sollte gern viel und intensiv lesen. Das Deutsch-Studium knüpft an das Interesse an, die Aussagenvielfalt literarischer Werke zu entschlüsseln. Es wird gelernt literarische Werke als Teil größerer literarischer, gesellschaftlicher und historischer Zusammenhänge zu sehen. Deutsch-Kollegiatinnen und -Kollegiaten gewinnen allgemeine Einsichten in die Entstehung, Eigenart, Wirkung und Funktion von Literatur.

Sprachwissenschaft:

Wer Deutsch studiert, sollte sich für die Sprache, insbesondere für die deutsche Sprache und ihre Geschichte interessieren. In den Kursen des Studienfachs Deutsch wird die Neugier auf die Funktionen der Sprache in verschiedenen Situationen und mit unterschiedlichen Absichten und Wirkungen aufgegriffen. Die verschiedenen Funktionen und Formen von Sprache – auch der eigenen Sprache – verstehen kann nur, wer sie genau analysieren und interpretieren lernt. Jede Beschreibung und Analyse von Sprache geht von einem bestimmten Verständnis von Sprache und den ihr angemessenen Untersuchungsmethoden aus. Dieses allgemeine Verständnis von Sprache wird im Sprachstudium kritisch überprüft und mit verschiedenen Sprachtheorien konfrontiert.

Wir vertreten das Fach DEUTSCH:

(Aktuelle Lehrende)

 

STUDIENFACH ENGLISCH

Inhalte:

Einführungsphase:

  1. (Sprachen-)Lernen und Arbeiten im englischsprachigen Ausland,
  2. Politische, soziale und kulturelle Wirklichkeiten am Beispiel der USA bzw. Großbritanniens: Zusammenleben, Kommunikation und Identitätsbildung,
  3. Literatur und Medien in ihrer Bedeutung für den Einzelnen und die Gesellschaft (u. a. Lektüre eines Romans)

Hauptphase:

  1. Lebenswirklichkeiten im postkolonialen Westafrika: Nigeria,
  2. Das Vereinigte Königreich im 21. Jahrhundert: Selbstverständnis zwischen Tradition und Wandel,
  3. Der amerikanische Traum von Freiheit und Gleichheit: Visionen und Lebenswirklichkeiten,
  4. Lektüre eines modernen Romans und eines modernen Theaterstücks,
  5. Shakespeare und seine Bedeutung für junge Menschen von heute (Auszüge aus Theaterstücken und Analyse einer Verfilmung),
  6. Die Herausforderungen und Risiken der Globalisierung,
  7. Utopien und Zukunftsvisionen, Fortschritt und Ethik in der modernen Gesellschaft

Ziele:

In unserer von Globalisierung geprägten Welt ist die englische Sprache allgegenwärtig und setzt immer stärker Standards in unserem Alltag und im Berufsleben. Der Unterricht im Studienfach Englisch vermittelt nicht nur Fertigkeiten in der Fremdsprache und der Allgemeinbildung dienendes Orientierungswissen. Er wird dich immer wieder veranlassen, dich kritisch mit den eigenen Einstellungen und mit Vorurteilen auseinanderzusetzen. Zudem bereiten die Studienfachkurse dich kontinuierlich darauf vor, die englische Sprache verantwortungsvoll und im Sinne gelingender Kommunikation (Verständigung) mit Sprecher*innen anderer Muttersprachen und anderer kultureller Hintergründe zu verwenden. Du lernst im Studienfach Englisch auch, deine eigene sprachliche Kompetenz einzuschätzen, deinen eigenen Lernprozess zu beobachten und zu planen, wie eigene Fehlerschwerpunkte bearbeitet werden können.

Fachspezifische Methoden:

(Beispiele aus der Unterrichtssequenz The UK in the 21st century between tradition and change:)

  • rtexten gezielt Informationen entnehmen und mit anderen Informationen verknüpfen,
  • Sachtexten und literarischen Texten Haupt- und Einzelinformationen entnehmen, dabei auch zwischen den Zeilen lesen(d. h. implizite Informationen erschließen),

  • Techniken für die Planung und Realisierung von Rede- und Diskussionsbeiträgen nutzen,

  • u. a. ein Redemanuskript, eine cover story, einen Kommentar, einen Leserbrief verfassen,

  • den Inhalt von Grafiken/Statistiken und von deutschsprachigen Texten situationsgemäß ins Englische übertragen,

  • die Aussageabsicht, Darstellungsform und Wirkung von öffentlichen Reden deuten und vergleichen,

  • ein Gedicht und einen historischen Cartoon vergleichend analysieren und interpretieren,

  • historische Dokumente in Bezug setzen zu Aussagen in der aktuellen Tagespresse,

  • Visualisierungstechniken nutzen, um eigene mündliche Texte für die Zuhörer*innen zu stützen.

Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?

Das Studienfach Englisch ist das Richtige für mich, wenn:

  • ich Spaß daran habe, viel Englisch zu sprechen und zu diskutieren,

  • es mir Freude macht, eigene kreative, argumentative und analytische Texte zu verfassen,

  • ich Anstrengungsbereitschaft mitbringe, um mein aus der Sekundarstufe I mitgebrachtes und schon ziemlich gutes Englisch (Grammatikkenntnisse, Wortschatz) noch deutlich zu verbessern (dazu gehört insbesondere ein konsequentes Vokabellernen außerhalb der Unterrichtszeit!),

  • ich gerne lese und das Durchhaltevermögen habe, englischsprachige Romane, Theaterstücke oder Essays bis zum Ende zu lesen,

  • Interesse an der Auseinandersetzung mit vielschichtigen gesellschafts- und weltpolitischen Themen habe.

tzlicher Link des Schulministeriums:

Die Studienfachkurse Englisch am Oberstufen-Kolleg folgen den Vorgaben des Zentralabiturs für die Gymnasiale Oberstufe. Die Vorgaben für das Zentralabitur 2024 werden erst im August 2022 ins Netz gestellt, aber die Angaben des nachfolgenden Links zu den verbindlichen Inhalten des Zentralabiturs 2023 bieten eine gute Orientierung (vor allem S. 5 – 6: „Leistungskurs“):

Link: Zentralabitur 2023 – Englisch (pdf)

  • Bildquelle: Die Fotos sind auf der Nordirland-Exkursion von zwei 13er-Studienfachkursen im Januar 2018 entstanden. Die erste Abbildung zeigt Belfast City Hall, die zweite Abbildung the Giant’s Causeway in Co. Antrim, seit 1986 eine UNESCO-Welterbestätte (Fotos: Christina Hartner).

Wir vertreten das Fach ENGLISCH:

(Aktuelle Lehrende ) 

Aufgabenfeld II

Schiene 1

STUDIENFACH GESCHICHTE 

Im Studienfach Geschichte am Oberstufenkolleg geht es nicht um einen Gang durch die Geschichte, der bei der Urgeschichte beginnt und mit der Nachkriegszeit endet, wie dies zumeist im Geschichtsunterricht in der Sekundarstufe I geschieht. In den Halbjahreskursen – in etwa vergleichbar den Leistungskursen dieses Faches in der Oberstufe (Sekundarstufe II) – werden vertiefend einzelne Epochen, Themen und Probleme behandelt. Ein Kriterium für die Auswahl ist dabei, dass eine möglichst gute Geschichte erschließen Vorbereitung für das Zentralabitur am Ende der Ausbildung stattfinden kann. 

Besondere Schwerpunktsetzungen – neben den genannten inhaltlichen – zeichnen den Geschichtsunterricht am Oberstufenkolleg aus: 

Viel Raum wird dem selbstständigen Arbeiten gegeben, z.B. bei der längeren Auseinandersetzung mit selbstgewählten Themen für Referate oder Facharbeiten (Beispiel aus dem Sommersemester 2017: Frauenerwerbsarbeit im Ersten Weltkrieg – Formen und Ziele der Mobilisierung von Frauen im totalen Krieg, Verfasserin: Mathilda Trittelvitz). 

Die Anleitung zur methodischen Arbeit spielt ebenfalls eine große Rolle: 

Wie fertige ich ein Exzerpt an, interpretiere eine Quelle oder erstelle eigene historische Darstellungen? In vielen Kursen werden regionale Bezüge hergestellt, z.B. beim Thema „Revolution 1848“ oder „Erster Weltkrieg“ durch die Beschäftigung mit Quellen aus dem Bielefelder Stadtarchiv.

Außerdem spielt „Geschichte vor Ort“ eine bedeutsame Rolle: 

Exkursionen werden durch-geführt zu in der Nähe aber auch in der Ferne liegenden historischen Stätten wie Kalkriese bei Osnabrück oder Arezzo in der Toskana. 

Bei der fachwissenschaftlichen Orientierung geht es um übergeordnete Fragen: 

Wie objektiv kann Geschichte sein oder welche Bedeutung haben Quellen für historische Erkenntnis? Damit leistet das Studienfach Geschichte auch eine Einführung ins Studium der Geschichtswissenschaft. Es ist möglich Veranstaltungen des Grundstudiums an der Fakultät für Geschichtswissenschaft der Universität Bielefeld im 4. oder 5. Kurshalbjahr zu besuchen.

Die Vergangenheit ist gleichsam der Wald, in den die Menschen historisch erzählend hineinrufen, um mit dem, was dort herausschallt, das zu begreifen, was ihnen als Zeiterfahrung gegenwärtig ist … und um dadurch Zukunft sinnvoll erwarten und entwerfen zu können.“

Rüsen, Jörn: Historische Vernunft, Grundzüge einer Historik Bd. I, Göttingen 1983, S. 54.

Heute ist die Geschichtswissenschaft nach ihren Fragestellungen und Erkenntniszielen weitgehend eine historische Sozialwissenschaft und eine Kulturwissenschaft geworden. Dies bestimmt auch die Ausrichtung des Studienfachs am Oberstufen-Kolleg. Konkret bedeutet dies, dass wir z.B. danach fragen:

  • wie die Menschen in verschiedenen Epochen und Kulturkreisen gelebt haben,

  • wie ihr Verhältnis zueinander war, d.h. welche Formen und Normen des Zusammenlebens, welche Gruppen und Interessen, welche Formen der Machtverteilung und Macht-
    ausübung es gab,

  • wie Gesellschaft und Staat organisiert waren,

  • wieviel „Zukunft“, d.h. bisher nicht Eingelöstes, in der Geschichte liegt,

  • wie die Menschen über sich selbst, ihre Arbeit und die Welt nachgedacht haben.

Für die insgesamt 6 Semester dauernde Ausbildung sind Kurse vorgesehen, die sich mit Lebens- und Herrschaftsformen im Mittelalter, mit der Industrialisierung und politischen Revolutionen, mit der Geschichte der Bundesrepublik, des Nationalsozialismus und auch mit außereuropäischen Kulturen beschäftigen. Im Zusammenhang mit den Kursen zur mittelalterlichen Geschichte wird eine ca. zweiwöchige Exkursion durchgeführt.

Wer das Fach Geschichte wählt, sollte außer dem Interesse an den genannten Themen und Fragestellungen Freude am Lesen und Verstehen auch ’schwieriger‘ Texte und ein gutes schriftliches Ausdrucksvermögen mitbringen.

Wir vertreten das Fach GESCHICHTE:

(aktuelle Lehrenden)

STUDIENFACH PÄDAGOGIK

Das Fach Pädagogik – Eine Fachdarstellung unter Mitarbeit des Studienfachkurses der JgSt. 13

Das Studienfach Pädagogik in der Oberstufe ist eine neu einsetzende Fachwissenschaft f ür unsere Kollegiatinnen und Kollegiaten. Deshalb ist es wichtig, sie in diese neue Fachdisziplin nicht nur inhaltlich, sondern auch methodisch einzuführen.

Das Fach Pädagogik besteht aus vielen einzelnen Themengebieten, die sich mit Entwicklung, Sozialisation und Identität in Kindheit und Jugend aus verschiedenen Perspektiven auseinandersetzen. Dabei bedient es sich Nebenwissenschaften wie der Psychologie, der Soziologie aber auch der Philosophie und Politikwissenschaft.

Die Kollegiatinnen und Kollegiaten lernen die Schere zu verstehen und zu überwinden, sich objektiv mit Erziehungs- und Entwicklungsprozessen auseinanderzusetzen und sich gleichzeitig genau in jenen Prozessen selbst wiederzufinden (didaktischer Sonderfall).

Das Arbeiten im Fach Pädagogik ist geprägt durch die Analyse von Texten (Theorien, Fallbeispiele etc.), welche im Unterricht immer wieder methodisch behandelt werden. Oftmals wird die methodische Herausforderung des Faches unterschätzt, doch ergeben sich in der Auseinandersetzung mit den Inhalten viele neue Perspektiven, die Anlass für intensive Diskussionen bieten und das eigene Denken fördern.

Durch die diskussionsfreudige Kursdynamik, welche aus den zahlreichen Denkanstößen folgt, wird anhand der eigenen Beteiligung der Prozess zur Selbstfindung ermöglicht.

Sowohl das Zusammenspiel mit den Kollegiatinnen und Kollegiaten im Kurs als auch die intensive Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsstoff bieten große Chancen, die Persönlichkeit weiter zu entwickeln und zu stärken.Ferner wird das „Denken über den Tellerrand“ durch Partizipation in der Unterrichtsgestaltung erwünscht und gefördert.

Für den weiteren Werdegang bietet das Sf Pädagogik das Fundament für ein Studium der Geistes- und Kulturwissenschaften. Über das Studienfach hinaus ist Pädagogik als Leitfach in zwei Grundkursen unseres Profilangebots vertreten.

Wir vertreten das Fach PÄDAGOGIK

(Aktuelle Lehrende)

STUDIENFACH PHILOSOPHIE

Was erwartet dich im Studienfach Philosophie?

Was ist Philosophie? Eine weltfremde Wissenschaft? Wird sie nicht oft nur mit „Geschwafel“ und „Schaumschlägerei um nichts“ in Verbindung gebracht?
Durch die großen Fortschritte, welche die moderne Naturwissenschaft des letzten Jahrhunderts hervorgebracht hat, und durch die unsere heutige Lebensweise entscheidend geprägt ist, hat die Philosophie einiges an Stellenwert verloren. Im Alltag hat die Philosophie ihren Platz an die Lebensbewältigung mit Hilfe von Technik, Natur- und Sozialwissenschaften abtreten müssen. So wird häufig übersehen, wo überall man eigentlich auf die Philosophie stößt.
Wo ist sie also, wo begegnet man heutzutage der Philosophie? Sie arbeitet mit Methoden, die auch in Geschichte, Kunst, Sprache, Literatur, Psychologie, Mathematik und Logik zu finden sind. Während aber die Einzelwissenschaften durch Spezialisierung sich um einen fest abgegrenzten Bereich der Realität kümmern sowie eine klar definierte Begriffsprache nutzen, bewegt sich die Philosophie zwischen den Grenzen der Einzelwissenschaften und greift über diese hinweg.

Im Unterricht des Faches geht es etwa um Erkenntniskritik, um Einblicke, die den Wissenschaftlern der einzelnen Disziplinen selbst fehlen, so dass mit der Philosophie auch die Grenzen dieser Wissenschaften deutlich werden. Anders als an den meisten Schulen des Landes soll – über die Auseinandersetzung mit aktuellen Problemen der Ethik, Anthropologie und Gesellschaftstheorie hinaus – mit dem Philosophieunterricht am Oberstufen-Kolleg ein Überblick über die westliche (Geistes)-Geschichte erworben werden und damit ein tieferes Verständnis für geschichtliche Entwicklungen bis hin zur heutigen Zeit.

Welche Anforderungen stellt das Studienfach Philosophie an seine Teilnehmer?

Mitzubringen ist die Freude an Einsicht und die Bereitschaft, sich mit seinen und fremden Gedanken auseinander zu setzen. Dies erfordert ein gewisses Abstraktionsvermögen und die Fähigkeit zum Umgang mit anspruchsvolleren Texten, wofür ein sicherer Umgang mit der deutschen Sprache ebenso wichtig ist wie die Bereitschaft, nicht beim ersten Widerstand, der in der Begriffssprache und mit den komplexen Sachverhalten der Philosophie auftaucht, aufzugeben. Wer im Fach Philosophie gelernt hat, sich komplizierte Gedanken zu erarbeiten, profitiert an jeder Stelle, an der es um Verständnis geht.
Wenn die KollegiatInnen des Studienfaches auch nicht plan– und strukturlos „drauflos philosophieren“, sind sie aber ebenso wenig ein elitärer Kreis eingeschworener Intellektueller. Der Unterricht im Studienfach Philosophie stellt hohe, jedoch keineswegs unerreichbare Ansprüche. Denn das „Wissen“ der Philosophie erwirbt man weder im Messen, Berechnen und Voraussagen, noch in der Reproduktion von in sich geschlossenen Satzsystemen, sondern in der Begegnung. Sie steht im Mittelpunkt der Philosophie. Nicht das bloße Nachbauen der großen Theoriegebäude von Denkern wie Platon, Kant oder Adorno ist das Ziel – es ist vielmehr die individuelle Begegnung mit verschiedenen Gedanken: eine Begegnung, in der man letztlich persönlich entscheidet, was man vom Besprochenen oder Gelesenen behalten, integrieren oder nur vorübergehend „speichern“ will.

Wird die Beschäftigung mit der Philosophie die eigene Realität erschüttern? Nicht unbedingt. Aber wahrscheinlich eine reflektierte, kritische Sicht auf vermeintliche Wahrheiten im privaten und schulischen Alltag fördern.

Platzhalter: Video

Wir vertreten das Fach PHILOSOPHIE:

(Aktuelle Lehrende)

STUDIENFACH PSYCHOLOGIE

Im Mittelpunkt der Psychologie steht der Mensch. Ziel der Psychologie ist es, das Verhalten und Erleben des Menschen mit wissenschaftlichen Methoden zu beschreiben, zu erklären und vorherzusagen. Sie versucht auch, Menschen zu helfen sich zu entwickeln und ihr Verhalten zu verändern.

Heute spielt die Psychologie in allen gesellschaftlichen Bereichen eine Rolle, so zum Beispiel

  • im Gesundheitswesen – denn viele Menschen leiden unter psychischen Problemen und Erkrankungen und die Erklärung und Therapie dieser Störungen ist eine Aufgabe der Klinischen Psychologie,

  • bei der Polizei, vor Gerichten und im Strafvollzug – denn sowohl bei der Aufdeckung von Straftaten, als auch bei Gerichtsprozessen und in Gefängnissen werden kriminalpsychologisches Wissen, psychologische Gutachten, sowie Beratung und Therapie durch Psycholog*innen eingesetzt,

  • im Wirtschaftsleben – denn auch hier können viele Prozesse und Strukturen mit psychologischem Sachverstand positiv verändert werden, sei es bei der Personalauswahl, den betrieblichen Abläufen, der Beratung von Mitarbeiter*innen oder Vorgesetzen, dem Gesundheitsschutz oder dem Marketing.

Ausgewählte Inhalte des Faches

Um in den genannten und vielen anderen Anwendungsbereichen der Psychologie zu arbeiten, müssen zunächst grundlegende Erkenntnisse und theoretische Ansätze der Psychologie erarbeitet werden. Die Inhalte im Studienfach Psychologie stammen deshalb vor allem aus den Grundlagenfächern. Wir beschäftigen uns zum Beispiel mit

  • der Wahrnehmung, dem Gedächtnis und anderen ganz allgemeinen Prozessen,

  • einigen Aspekten der kindlichen Entwicklung wie zum Beispiel der Sprachentwicklung oder dem Bindungsverhalten,

  • dem Verhalten von Menschen untereinander, wie zum Beispiel Hilfeverhalten oder bestimmten Gruppenphänomenen,

  • den Persönlichkeitsunterschieden zwischen Menschen.

Auch einzelne Themen der Klinischen Psychologie wie zum Beispiel Angsterkrankungen und verschiedene Therapieformen werden im Unterricht behandelt.

So arbeiten wir im Psychologie Unterricht

  • im Psychologie Unterricht werden vor allem Fachtexte ge

    lesen,

  • Forschungsergebnisse und Theorien, aber auch Experimente und Fallbeispiele werden erarbeitet,

  • da es in der Psychologie sehr unterschiedliche Sichtweisen des Menschen gibt, werden auch im Unterricht immer wieder verschiedene Perspektiven eingenommen,

  • die Arbeit der Kursgruppe wird regelmäßig durch Kleingruppenarbeiten ergänzt, deren Ergebnisse im Plenum vorgestellt werden. Eigene Erarbeitungen von Themen und Inhalten stellt jede/r im Rahmen von Referaten oder Posterpräsentationen vor,

  • es gibt selbstreflexive und Selbsterfahrungsanteile, aber der Unterricht ist keine Selbsterfahrungsgruppe oder Therapie.

Das Studienfach Psychologie ist das Richtige für mich, wenn

  • ich Interesse am Verhalten und Erleben von Menschen habe und gern aus verschiedenen Perspektiven auf den Menschen schaue,

  • ich lernen möchte psychologisch zu denken und zu analysieren,

  • ich Freude am Lesen und Verstehen auch ’schwieriger‘ Texte und ein gutes schriftliches Ausdrucksvermögen habe.

Platzhalter: Video

Wir vertreten das Fach Psychologie:

(Aktuelle Lehrende)

 
 

STUDIENFACH RECHTSWISSENSCHAFTEN

Das Studienfach Rechtswissenschaften/Jura am Oberstufen-Kolleg orientiert sich an folgenden juristischen Arbeitsbereichen:

  • den juristischen Problemen und Anforderungen im Alltag:
    Natürlich soll Jura am Oberstufen-Kolleg nicht nur Theorie sein, sondern auch praktischen Nutzen haben, wenn es bei Konflikten im Alltag um die Frage geht, wer Recht hat und – die ebenso wichtige Frage – auf welchem Weg man es bekommt.

  • der juristischen Praxis im engeren Sinn:
    Diese wird in einem Praktikum beim Rechtsanwalt, in Besuchen von Gerichtsverhandlungen und in der Teilnahme an einer Vorlesung an der Universität Bielefeld erlebbar.

  • der juristischen Ausbildung an der Universität:
    Hier wird die Ausbildung am Oberstufen-Kolleg vorbereitende Funktionen übernehmen und Grundwissen, insbesondere juristische Arbeitstechniken vermitteln – Arbeitsbereiche, die Kollegiaten und Kollegiatinnen des Oberstufen-Kollegs vorher in der Regel noch nicht kennen lernen konnten.

  • den Leistungskursen „Recht“ in der Sekundarstufe II:
    Hier werden die Inhalte und Maßstäbe für die Leistungsanforderungen für das Zentralabitur vermittelt.

Insgesamt soll aber nicht nur dieser fachliche Blick erlernt werden.

Den „Blick über den Tellerrand“ z.B. im Projektunterricht halten wir für unentbehrlich, also auch dann, wenn es um die entscheidende Frage geht, ob ein Jurastudium und ein juristischer Beruf das „Richtige“ sind.

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StGB § 15 Vorsätzliches und fahrlässiges Handeln

Strafbar ist nur vorsätzliches Handeln, wenn nicht das Gesetz fahrlässiges Handeln ausdrücklich mit Strafe bedroht.

Wir vertreten das Fach RECHTSWISSENSCHAFTEN/ JURA:

(Aktuelle lehrende)

STUDIENFACH SOZIOLOGIE 

Unser Fach eignet sich daher besonders gut für diejenigen, die:

  • gesellschaftliche Zusammenhänge durchschauen möchten;

  • über die Ursachen und Lösung sozialer Konflikte aus verschiedenen Perspektiven nachdenken wollen;

  • bereit sind, wissenschaftliche Theorien zu erarbeiten und empirische Untersuchungen zur Kenntnis zu nehmen.

Soziologie kann als Grundlagenwissenschaft eine inhaltliche Bereicherung für die Bewältigung des Alltags und für die politische Orientierung sein.

Da die Soziologie eine argumentierende Wissenschaft ist, ist das Studienfach für dich das Richtige, wenn du gerne Bücher liest und Spaß daran hast, verschiedene Positionen zu diskutieren; wenn du bereit bist im Verlaufe der drei Jahre zunehmend Verantwortung zu übernehmen, selbst ein Referat vorschlägst, die Diskussionsleitung übernimmst, in Kleingruppen  Aufgaben bearbeitest und so dazu beiträgst, unsere Lehrerrolle zu relativieren.

Im ersten Semester beschäftigen wir uns mit Grundbegriffen und grundlegenden Methoden der Soziologie. Solche Begriffe sind z.B.: soziales Handeln und soziale Strukturen, Werte und Normen, Macht und Herrschaft, soziale Gruppen, Individualisierung, demographischer Wandel und Geschlechterrollen.

In den folgenden Semestern geht es um:

  • Zweikulturalität und soziale Integration

  • Desintegration und Extremismus

  • die Institution der Familie und Sozialisationsprozesse,

  • die Strukturen sozialer Ungleichheit und Sozialpolitik,

  • den gesellschaftlichen Wandel am Beispiel der Arbeit,

  • den gesellschaftlichen Wandel am Beispiel der sozialen Medien.

Wir erarbeiten Theorien und bewerten die Reichweite ihrer Erklärungskraft für ausgewählte aktuelle soziale Probleme und Ereignisse. Wenn du prüfen möchtest, ob dir das Studienfach liegt, lies eines der folgenden Bücher:

  • Birgit Dechmann/Christiane Ryffel: Soziologie im Alltag. Weinheim und Basel 1990

  • Armin Pongs: In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich? München 2000.

Wir freuen uns auf dich als Kollegiat oder Kollegiatin der Soziologie


Wir vertreten das Fach SOZIOLOGIE:

(Aktuelle Lehrenden)

Aufgabenfeld III

Schiene 1

Nicht kombinierbar mit: Biologie; Physik; Chemie

STUDIENFACH INFORMATIK

Kurzbeschreibung des Faches:

Ziel der Informatik ist es, die unterschiedlichsten Probleme aus allen möglichen Bereichen mit Hilfe von Computern zu beschreiben, zu untersuchen und zu lösen. Unsere moderne Welt würde dabei ohne Informatik nicht existieren:

  • schon heute arbeiten in einem Auto der Oberklasse mehr als hundert kleine Computer, ohne dass wir es bemerken

  • im Alltag verlassen wir uns blind auf digitale Helfer wie Navigationssoftware oder Suchmaschinen

  • wir kommunizieren täglich mit unseren Freunden und Familien über Apps und Social Media Platformen

Ohne Informatik gäbe es auch keinen Wetterbericht, keine Weltraum-Missionen, keine der extrem komplizierten medizinischen Operationen, aber auch weniger Überwachung aller Menschen durch Geheimdienste und Unternehmen und keine Kampfdrohnen.

Bei all dem ist eines klar: nur wer versteht, was mit Informatik möglich ist, wird die Welt von morgen (und heute!) verstehen und beherrschen.

Ausgewählte Inhalte des Studienfachs:

  • Computer-Programmierung mit Java. Vom einfachen ‘Hello World’-Programm bis hin zu Computerspielen erstellen wir gemeinsam eine Vielzahl von Programmen. Keine Angst: bei uns lernst du alles von Anfang an, du benötigst keine Vorkenntnisse.

  • Datenschutz und Datensicherheit. Sind die Geheimnisse, die du deiner Freundin per App schreibst, wirklich sicher? Wir erklären dir, wie Verschlüsselung funktioniert und ob deine Daten sicher sind.

  • Big Data. Wir lernen, wie schnell wir Spuren im Internet hinterlassen und wie man diese mit Hilfe von Datenbanken und anderen Werkzeugen auswertet und so mehr über Menschen erfährt, als uns allen lieb ist.

  • Grenzen des Machbarens. Wir gehen gemeinsam der Frage nach, ob Computer jemals alle Probleme dieser Welt lösen können und finden dabei überraschende Antworten.

Eine umfassende Übersicht über die Inhalte unseres Studienfachs findest du hier.

So arbeiten wir im Informatikunterricht:

  • wir arbeiten häufig mit dem Computer mit verschiedener Software (Java, IntelliJ, SQL).

  • wenn wir nicht gerade programmieren, knobeln wir über kniffligen Problemen, die wir durch Logik und Nachdenken lösen.

  • herausfordernde Probleme lösen wir in Projekt-Teams, mit denen wir über einen längeren Zeitraum zusammenarbeiten.

Das Studienfach Informatik ist das Richtige für mich, wenn…

  • …ich gerne Dinge genau verstehen und durchdenken möchte

  • …ich gerne Probleme löse

  • …mir die Arbeit mit dem Computer Spaß macht

  • …ich gerne gemeinsam mit anderen im Team arbeite, ich aber auch genauso gerne mal alleine nachdenke

Wir vertreten das Fach INFORMATIK:

(Aktuelle Lehrende)

Schiene 2

STUDIENFACH MATHEMATIK

„Der echte Mathematiker ist Enthusiast per se. Ohne Enthusiasmus keine Mathematik.“ (Novalis)

Welche Themen- (Bereiche) werden behandelt?

Das Studium der Mathematik als Studienfach am Oberstufen-Kolleg erstreckt sich ü ber fünf Semester. Für die Quereinsteiger ist die Dauer des Studiums entsprechend kürzer. Der Mathematikunterricht findet dreimal die Woche in jeweils zweistündigen Blöcken statt, d.h. sechs Stunden Fachunterricht pro Woche. Das Oberstufen-Kolleg verfügt über gut ausgestattete PC-Arbeitsplätze, die im Rahmen des Mathematikunterrichts genutzt werden können.

Während dieser fünfsemestrigen Ausbildung werden selbstverständlich alle Gebiete der Mathematik abgedeckt, die an jedem Gymnasium behandelt werden: Analysis (Differential- und Integralrechnung); Analytische Geometrie und lineare Algebra; Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik.

Während der Studienfachausbildung besteht zudem die Möglichkeit im Rahmen einer Mathematik-AG oder im Rahmen eines Projekts einen der bereits benannten Kurse zu vertiefen oder aber ein neues Gebiet der Mathematik zu behandeln. Denkbar sind hier: Elementare Zahlentheorie; Elementare Kombinatorik und Graphentheorie; Beweise in der Mathematik; mathematische Modellierung usw.Die Abiturprüfung erfolgt im Rahmen des Zentralabiturs.

Welche Studienfachkombinationen sind möglich?

Jede/r Kollegiat/in muss zwei Studienfächer (Leistungskurse) wählen und dann bis zum Abitur führen. Am Oberstufen-Kolleg ist es im Prinzip möglich, das Studienfach Mathematik mit einem beliebigen anderen der angebotenen Studienfächer frei zu kombinieren. Diese Flexibilität macht es möglich, ein breites Spektrum von Interessen und Fähigkeiten abzudecken und zu unterstützen. Studienfachkombinationen wie Mathematik & Informatik, Mathematik & Physik; Mathematik & Psychologie; Mathematik & Soziologie; Mathematik und Kunst usw. sind im Prinzip möglich.

Die Wahl der Studienfächer erfolgt bereits bei der Bewerbung für einen Studienplatz am Oberstufen-Kolleg. Die KollegiatInnen können ihre ursprüngliche Wahl aber im Laufe ihres Studiums revidieren. Die erste und zugleich die günstigste Umwahlmöglichkeit besteht unmittelbar vor dem Beginn der Studienfachkurse, am Ende des ersten Semesters der Eingangsphase. Für die (Um)Wahl der Studienfächer bieten wir eine kompetente Beratung an.

Welche Fördermöglichkeiten bieten wir an?

Für die KollegiatInnen, die Mathematik als Studienfach gewählt haben, gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten. Denkbar sind:

Individuelle Förderung für die Überwindung von Wissenslücken;

  • Mitbeteiligung der KollegiatInnen an der Gestaltung und Durchführung des Unterrichts;

  • Projektarbeit;

  • Arbeiten in kleinen Gruppen;

  • Mathematik-AGs zu einem beliebigen mathematischen Thema;

  • Individuelle Förderung für die Beteiligung an den verschiedenen Mathematikwettbewerben;

  • Zu Beginn des dritten Ausbildungsjahres ist es möglich, falls der Stundenplan dies erlaubt, unter der Betreuung eines Fachlehrers eine Studienveranstaltung der Fakultät für Mathematik der Universität Bielefeld zu besuchen.

 

Konkrete Hilfe zur Selbsthilfe:

Für die KollegiatInnen, die Mathematik als Studienfach gewählt haben, gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten. Denkbar sind:

Eine sehr gute Seite mit unzähligen interaktiven Aufgaben und Lösungen (English): (klick)

  • Eine Seite mit allen Känguru-Aufgaben seit 1998
    (Deutsch):
    (klick)

  • Eine Seite mit spannenden Aufgaben und kurzen Aufsätzen
    (English):
    (klick)

  • Eine Seite mit Links zu den deutschen Mathewettbewerben
    (inkl.ausführlicher Lösungen):
    (klick)

  • Mathematische Hintergründe gut erklärt
    (Deutsch):
    (klick)

  • Mathematische Hintergründe und gute Online-Kurse
    (Deutsch):
    (klick)

  • Gute Fragen und gute Antworten darauf („Ask Dr. math – Forum“)
    (Link 1):
    (klick)
    (Link 2):
    (klick)
    (Link 3):
    (klick)

  • Alte Abituraufgaben mit vollständigen Lösungen
    (klick)

Links:

Um Informationen über die Basis-, Brücken-  und Grundkurse zu erhalten,
klicken Sie hier.

Um mehr über unsere didaktische Philosophie zu erfahren,
klicken Sie hier.

Um zum Aufsatz von Mircea Radu zur Mathematik am Oberstufen-Kolleg zu gelangen,
klicken Sie hier.

 

Wir vertreten das Fach MATHEMATIK:

(Aktuelle Lehrenden)

Nicht kombinierbar mit: Kunst; Musik; Informatik

STUDIENFACH BIOLOGIE

Die Biologie hat sich im letzten Jahrhundert tiefgreifend verändert. Heute stehen neben der darwinschen Evolutionstheorie und den Fragen der Vererbung und Entwicklung zwei weitere Bereiche im Vordergrund:
Einerseits ist die Biologie mit der Entdeckung der molekularen Grundlagen des Lebens zu einer technischen Wissenschaft geworden. So durchdringt insbesondere die Gentechnologie praktisch alle Bereiche der biologischen Wissenschaft und ihrer Anwendung in Medizin und Landwirtschaft. Andererseits haben die Umweltprobleme globale Dimensionen angenommen und Fragen nach dem Erhalt einer lebenswerten Umwelt und dem dauerhaften Wirtschaften in ihr (Stichwort „nachhaltige Entwicklung“) sind in den Vordergrund gerückt. Hier kann die biologische Ökologie wertvolles Wissen bereitstellen. Die Biologie beschäftigt sich also vom Kleinsten – den biologisch wirksamen Molekülen – bis zum Größten – der Biosphäre – mit einem vielfältigen und vielschichtigen Gegenstand.
Die Motivation, sich mit biologischen Zusammenhängen zu beschäftigen, erwächst bei vielen Menschen aus einer individuellen Beziehung zu Pflanzen und Tieren, für die sie sich interessieren. Biologie als empirische Wissenschaft hingegen beschäftigt sich aber auf einer sachlich-objektiven Art und Weise mit Lebewesen. Trotzdem ist es für eine(n) Biolog(en)in wichtig, sich auch emotionale Zugänge zu Tieren, Pflanzen oder zur belebten Natur zu erschließen.

Aus dem oben Gesagten wird deutlich, dass ein Biologiestudium, auf das das Oberstufen-Kolleg vorbreiten will, zwar nicht auf alle Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit Lebewesen vorbe-reitet, aber dennoch viele Arbeitsfelder eröffnen kann, in denen Kenntnisse über Lebewesen von Bedeutung sind.

Für die Ausbildung im Studienfach Biologie folgt aus dem bisher Gesagten:

Sie kann in der dreijährigen Ausbildung lediglich Teilaspekte des Fachs exemplarisch vorstellen und dabei einen orientierenden Überblick und eine schwerpunktmäßige Einführung in Wissensgebiete, Arbeitsweisen und theoretische Konzepte der Biologie geben.
Dennoch soll eine dem Bildungsziel gemäße Mischung von Theorie und Praxis gefunden werden. Mit Praxis ist die beobachtende analysierende Untersuchung von Lebewesen und ihren Systemen im Freien und im Labor, ebenso wie die praktische Aneignung biol ogischer Arbeitsweisen gemeint. Beschäftigung mit Theorie bedeutet, die Frage nach der Entstehung der Lebewesen und den Ursachen ihrer Vielfalt sowie die Frage nach Modellen der Wechselwirkung zwischen Lebewesen und ihrer Umwelt zu durchdenken. Theorie bedeutet aber auch einen reflektierten Umgang mit Literatur und Verfahren der Theoriebildung. Dazu gehören die Entwicklung von Erklärungsansätze bei der Auswertung von Versuchsergebnissen oder das experimentelle Prüfen von Hypothesen.

Unter Berücksichtigung der Vorgaben durch das Zentral -Abitur ergeben sich daraus die folgenden Schwerpunkte im Studienfach Biologie:

  • 11.1: Basiskurs Naturwissenschaften (Biologie – Chemie – Physik)

  • 11.2: Physiologie

  • 12.1: Genetik

  • 12.2: Ökologie + anwendungsorientiertes Freilandprobjekt

  • 13.1: Evolutionsbiologie und Stammesgeschichte + Exkursion

  • 13.2: Neuropyhsiologie und Verhaltensbiologie

Detailliertere Informationen über Ablauf und Anforderungen der Ausbildung im Studienfach Biologie können schriftlich angefordert werden.

Wir vertreten das Fach BIOLOGIE:

(Aktuelle Lehrende)

Nicht kombinierbar mit: Kunst; Musik; Informatik

STUDIENFACH PHYSIK

Begeisterung…

. .. immer wieder neu schaffen – das wollen wir im Studienfach Physik erreichen. Ob Elementarladung (Bild links) oder leuchtender Wasserstoff (Bild unten) – die Erklärung liefert nur die Physik. Wo immer möglich, experimentierst Du bei uns selbstständig. Geräte haben Knöpfe, an denen Du drehen kannst, um sie zu verstehen. Wir arbeiten aber auch mit der Mathematik, denn „das Buch der Natur ist in der Sprache der Mathematik geschrieben“ (Galileo Galilei)

Du bist im Studienfach Physik gut aufgehoben, wenn Du Spaß am Experimentieren hast, gut abstrahieren und in Zusammenhängen denken kannst, Dich für moderne Technik interessierst und einigermaßen rechnen kannst. Wir bereiten Dich auf ein technisch-naturwissenschaftliches Studium vor und raten dazu: Es macht Spaß, und Du hast gute Karten auf dem Arbeitsmarkt.

Stromwaage, Lichtgeschwindigkeit und mehr

Deine Ausbildung beginnt mit einer Einführung in das experimentelle naturwissenschaftliche Arbeiten. Danach folgen bis zum Abitur die Themen:

  • Mechanik (Bewegungsformen, Erhaltungssätze)

  • Felder (elektrische und magnetische; Stromwaage, Fernseher, Hall-Effekt)

  • Elektromagnetismus (Gleich-, Wechsel-, Drehstrom, Elektromotor und Generator, Dipol)

  • Elektromagnetische Schwingungen & Wellen (Schwingkreis, Radio, Interferenz)

  • Relativitätstheorie (Lichtgeschwindigkeit, relativistische Masse und Geschwindigkeit)

  • Quantenphysik (Elektronenbeugung, Fotoeffekt, Unschärferelation)

  • Atom- und Kernphysik (Kernspaltung und -fusion, Kernkräfte, Radioaktivität)

  • Thermodynamik (Kühlschrank & Wärmepumpe, Wärmekraftmaschinen)

Platzhalter: Video evtl.

Wir vertreten das Fach PHYSIK:

(Aktuelle Lehrende)

Nicht kombinierbar mit: Kunst; Musik; Informatik

STUDIENFACH CHEMIE

Chemie am Oberstufenkolleg …

… heißt Unterricht in gut ausgestatteten Laboren und intensive Betreuung in kleinen Lerngruppen. Bei uns planst und experimentierst Du selbstständig. Du bist im Studienfach Chemie gut aufgehoben, wenn Du Spaß am Experimentieren hast, gerne den Dingen auf den Grund gehst und gut in Modellen denken kannst.

Denn die Chemie ist genauso Handwerk wie Erklärungsmodell. Bei uns lernst Du beide „Welten“ kennen und verbinden. „Chemie“ steht für Bophal, Contergan und FCKW – aber auch für bunte Farben, Aspirin und die Pille, Solarzellen und Elektronik. Wer kompetent mitreden will, muss die Chemie verstehen.
Chemiker sind keine Physiker. Trotzdem brauchen sie ein bisschen Mathematik: Termumformungen (ab und zu), Logarithmen und Ableitungen (selten). Oft genügt der Dreisatz.
Bei uns kannst Du Dich gut auf die Uni vorbereiten. Wir empfehlen ein Chemie-Studium: Es öffnet die Tür zu vielfältigen, ausreichend vorhandenen und gut bezahlten Arbeitsplätzen.

Themen:

Deine Ausbildung beginnt mit einer Einführung in das experimentelle naturwissenschaftliche Arbeiten und einer Festigung Deiner Grundlagenkenntnisse in Chemie. Danach lernst Du bis zum Abitur Folgendes:

  • Chemische Energie nutzen (Batterien, edle und unedle Metalle, Galvanisieren)

  • Stoffe herstellen (Reaktionstypen & -mechanismen, Beziehungen zwischen Struktur und Eigenschaften)

  • Konzentrationen bestimmen (pH-Wert, Potentiometrie, Redoxtitration)

  • Forschen und Entwickeln (aromatische Systeme von Farbstoffen, synthetische Werkstoffe)

Platzhalter: Video evtl.

Wir vertreten das Fach CHEMIE

(Aktuelle Lehrende)

Außerhalb

Schiene 1

STUDIENFACH SPORT

Im Studienfach Sport wird natürlich viel Sport getrieben. Aber unser Anspruch ist es, mehr als nur ihren Körper zu trainieren, Ihnen neue Bewegungen zu vermitteln oder Ihre taktischen Fähigkeiten zu verbessern. Das leistet jeder Sportverein besser für Sie! Und wir sähen keine Berechtigung, Ihnen einen solchen rein praxisorientierten Sportunterricht als Beitrag zum Abitur anzurechnen.

Wir bemühen uns aber darum, Ihnen zu vermitteln, wie sie Ihre eigene Sportpraxis selbst verbessern können. Oder wie sie anderen im Sport helfen können, einen zufriedenstellenden Sport zu vermitteln. Dazu versuchen wir mit Ihnen, ausgehend von sportlichen Problemstellungen Lösungen zu erarbeiten. Dazu brauchen wir sport­wissen­schaftliches Wissen. Die Lösungen probieren wir dann in der Praxis aus.

Problemstellungen könnten zum Beispiel sein:

  • Wie lerne ich eine komplizierte Bewegung?

  • Wie trainiere ich am besten für eine Ausdauerprüfung?

  • Wie gehe ich mit Leistungsdruck im Sport um?

  • Wie können wir Spiele für unsere Lerngruppe so gestalten, dass sie allen gefallen?

  • Wie fördert Sport meine Gesundheit?

Welche theoretischen Inhalte wir jeweils vermitteln, hängt von den Vorgaben zum Zentralabitur ab. Diese finden Sie hier.

In der Praxis erhalten sie in der Einführungsphase einen breiten Überblick über verschiedene sportliche Inhalte und Theoriethemen. Die Kursgruppe legt dann für die Hauptphase Schwerpunkte fest. Sie wählen ein Spiel (bisher: Hockey, Volleyball oder Basketball) und einen weiteren Inhaltsbereich aus (z.B. Leichtathletik, Turnen, Tanzen o.ä.), in dem Sie intensiv lernen (unter Verwendung von Software/Methoden der Firma Simi) und auf die praktische Prüfung vorbereitet werden. Zusätzlich absolvieren sie im Abitur eine Ausdauerprüfung (5.ooom Lauf oder 4oom Schwimmen). Neben diesen Schwerpunkten werden weitere Inhalte unterrichtet, z.B. Springen am Trampolin, Klettern, Tanzen o.ä.

Zum Studienfach Sport gehört auch eine Exkursion, die in einer Projektphase (link auf Projektgruppe) durchgeführt wird. In der Regel entscheiden sich die Kurse für eine Ski-Exkursion im Winter oder auch eine Surf-Exkursion im Sommer. Bei diesen Fahrten steht das sportorientierte Leben in der Gemeinschaft im Mittelpunkt, das für uns auch die eigene Versorgung umfasst.

Wer das Studienfach Sport wählen möchte, der muss:

  • gute körperliche Voraussetzungen haben (das Deutsche Sportabzeichen und ein sportärztliches Attest der Sporttauglichkeit dienen als Nachweis)

  • lernbereit für neue Sportarten sein

  • sich gerne anstrengen

  • das eigene Sporttreiben und das Phänomen Sport in der Gesellschaft theoretisch verstehen wollen

  • aufgrund der Belegungsverpflichtungen im Abitur als verbindliche Fächer in der Prüfung folgende Fächer belegen: Deutsch (oder Fremdsprache), Mathematik, eine Gesellschaftswissenschaft nach Wahl.

Wir vertreten das Fach SPORT:

(Aktuelle Lehrende)